Rückenzentrum Hamburg: Diagnostik, Therapie, Prävention
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Meniskusschaden

Die Menisken des Kniegelenkes haben eine halbmondförmige Form mit einem keilförmigen Querschnitt. Sie bestehen aus faserigem, knorpelartigem Gewebe. Die Menisken haben eine Pufferfunktion, sie reduzieren den Druck auf die angrenzenden Gelenkflächen des Ober- und Unterschenkels im Kniegelenk, vergrößern die Gelenkflächen und sorgen für die optimale Anpassung der ungleichen Gelenkflächen des Ober- und Unterschenkels im Bereich des Kniegelenkes. Über Bänder sind sie fest mit dem Gelenk bzw. der Gelenkkapsel verbunden. Größere Abschnitte der Menisken besitzen keine Gefäße und werden nur über Diffusion ernährt, lediglich die äußeren kapselnahen Anteile, sowohl des Innen- als auch Außenmeniskus, besitzen Gefäße und werden über die Durchblutung ernährt.

Wie entsteht ein Meniskusschaden?

Typischerweise können plötzlich auftretende Kräfte wie bei einer Sportverletzung dazu führen, dass die Menisken einreißen. Nicht selten kommt es aber auch zu Einrissen der Menisken auf dem Boden verschleißbedingter Veränderungen. Spontane Einrisse oder Risse durch geringe Gewalteinwirkung setzen ungefähr ab dem 40. Lebensjahr ein. Es werden verschieden Rissformen der Menisken unterschieden, wie z.B. der Radiäriss, der Horizontalriss, der Longitudinalriss, der Lappenriss oder Korbhenkelriss.

Wo und wann treten Schmerzen beim Meniskusschaden auf?

Die Patienten berichten über einen plötzlich einsetzenden heftigen Schmerz am inneren oder äußeren Gelenkspalt. Die Schmerzen können so ausgeprägt sein, dass sie zu einer deutlichen Einschränkung der Gehfähigkeit führen. Das Kniegelenk kann als Ausdruck der Reizung anschwellen. Im weiteren Verlauf bestehen belastungsabhängig zunehmende Schmerzen. Gelegentlich verspüren die Patienten ein Einklemmen von Meniskusanteilen oder eine Blockade des Kniegelenkes. Neben einem Fremdkörpergefühl berichten Patienten auch häufig über ein schnappendes oder knackendes Geräusch.

Wie wird ein Meniskusriss diagnostiziert?

Bereits die Anamnese kann Hinweise auf das Vorliegen eines Meniskusschadens erbringen. Unerlässlich ist eine ausführliche klinische Untersuchung, bei welcher neben einer genauen Palpation auch die bekannten Meniskuszeichen geprüft werden sollten.
Zusätzlich kann eine Magnetresonanztomographie (MRT) des betroffenen Kniegelenkes das Vorliegen eines Meniskusschadens nachweisen.

Wie wird ein Meniskusschaden behandelt?

In aller Regel erfolgt bei einem Meniskusschaden eine arthroskopische Operation, bei der häufig eine Meniskusteilentfernung, selten eine komplette Meniskusentfernung durchgeführt wird. Bei jüngeren Patienten und Meniskusrissen in der durchbluteten Zone besteht die Möglichkeit einer Meniskusnaht. Insbesondere bei verschleißbedingten Meniskusrissen sollte auch die Möglichkeit der konservativen Therapie in Betracht gezogen werden, insbesondere vor dem Hintergrund, dass auch die Meniskusteilentfernung zu einem erhöhten Druck zwischen Oberschenkel und Schienbeinkopf führt und damit das Risiko einer vorzeitigen Arthrose erhöht. Bei der konservativen Therapie eines Meniskusschadens steht die physiotherapeutische Behandlung im Mittelpunk mit dem Ziel, die Beweglichkeit des betroffenen Kniegelenkes zu verbessern bzw. zu erhalten. Über eine Kräftigung der kniestabilisierenden Muskulatur kann das Kniegelenk entlastet werden. Neben entzündungshemmenden Medikamenten kommen auch physikalische Maßnahmen wie Kälte- oder Wärmeanwendungen sowie Elektrotherapie zum Einsatz. Mittels einer Kniegelenksbandage kann das Kniegelenk stabilisiert und entlastet werden. In einigen Fällen kommen auch die Injektion von entzündungshemmenden Medikamenten wie Kortison infrage.
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