Rückenzentrum Hamburg: Diagnostik, Therapie, Prävention
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Rhizarthrose

Was ist eine Rhizarthrose?

Bei der Rhizarthrose handelt es sich um eine Arthrose, also um einen Knorpelschaden im Daumensattelgelenk. Es ist die häufigste Arthrose der Hand und tritt oft beidseits auf. Vorwiegend sind Frauen nach der Menopause betroffen. Auch eine posttraumatische Rhizarthrose nach Bruch des 1. Mittelhandknochens ist möglich, aber seltener.         

Welche Beschwerden macht eine Rhizarthrose?

Die Patienten beschreiben Schmerzen im Bereich des Daumenballens, insbesondere bei Drehbewegungen (z.B. beim Aufdrehen von Konserven), sowie einen Kraftverlust. Bei fortgeschrittener Arthrose kommt es zu einer Fehlstellung des Daumens. Eine deutliche Bewegungseinschränkung aufgrund der Rhizarthrose tritt in der Regel nicht auf und auch nicht jede Rhizarthrose ist schmerzhaft. 

Wie wird eine Rhizarthrose diagnostiziert?

Aufgrund der Fehlstellung des Daumens kann der Arzt bereits den ersten Verdacht einer Rhizarthrose stellen. Bei der klinischen Untersuchung kann manchmal ein Reiben oder auch Knirschen im Daumensattelgelenk festgestellt werden. Eine Schmerzauslösung kann bereits durch eine passive Bewegung im Gelenk erfolgen. Die Verdachtsdiagnose kann durch ein Röntgenbild gesichert werden, man sieht die für Arthrose typischen Verschleißzeichen (Verschmälerung des Gelenkspaltes, Verdichtung des angrenzenden Knochens und knöcherne Ausziehungen).

Wie wird eine Rhizarthrose behandelt?

Zunächst wird mit Physio- und Ergotherapie versucht, eine Schmerzreduktion herbeizuführen. Ist dieses nicht erfolgreich, kann Kortison direkt in das Daumensattelgelenk injiziert werden. Bestehen die Beschwerden weiterhin, kann eine operative Versorgung in Erwägung gezogen werden.

Welche operativen Möglichkeiten gibt es?

Die erfolgversprechendste Operation ist die Resektionsarthoplastik. Hierbei  wird der Handwurzelknochen entfernt, der das Gelenk bildet. In einzelnen Fällen wird der andere Gelenkpartner – der Mittelhandknochen - mit einem Streifen einer körpereigenen Sehne fixiert, so dass er seine Stellung nicht ändern oder verrutschen kann. Eine Versteifungsoperation des Daumensattelgelenkes kommt lediglich in Einzelfällen in Frage und zwar nur, wenn es sich um eine Unfallfolge handelt. Die Erfahrung zeigt, dass es noch keine guten Ergebnisse für Gelenkprothesen gibt. 
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