Rückenzentrum Hamburg: Diagnostik, Therapie, Prävention
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Was ist ein Hohlfuß?

Der Hohlfuß bezeichnet eine Fehlstellung des Fußes. Sie kann angeboren oder erworben sein. Der Hohlfuß hat einen hohen Rist und ein hohes Längsgewölbe. Zusätzlich kann die Ferse zum Fußaußenrand kippen. Dadurch besteht eine erhöhte Umknickneigung im Sprunggelenk. Im Fußabdruck zeichnet sich nur der Fußaußenrand ab.

Welche Beschwerden können bei einem Hohlfuß auftreten?

Beim Hohlfuß bestehen Schmerzen am Fußaußenrand. Die Patienten neigen zum Umknicken und am Fußrand bilden sich vermehrt Schwielen.

Wie entsteht ein Hohlfuß?

Beim Hohlfuß besteht meist eine abnormale Stellung der Fußwurzelknochen zueinander. Durch das vermehrte Abrollen des Fußes über den Außenrand werden die Außenbänder und die Sehnen stärker beansprucht, was langfristig zu Verschleißerscheinungen führt. Auslöser sind meist neurologische Erkrankungen.

Wie wird ein Hohlfuß festgestellt?

Ein wichtiges Kriterium ist die Stellung des Fußes unter Vollbelastung. Ein Abkippen der Ferse nach innen deutet auf einen Hohlfuß hin. Beim Hohlfuß wird geprüft wie weit der Patient den Fußaußenrand anheben kann. Ist dies nicht mehr möglich, deutet das auf eine Schädigung der Peronealsehnen hin, die den Fußaußenrand stabilisieren, und damit auf ein fortgeschrittenes Krankheitsstadium. Da Hohlfüße die Folge von neurologischen Erkrankungen sein können, ist bei Unklarheiten eine zusätzliche neurologische Beurteilung sinnvoll. Ist eine Operation geplant, wird die Statik des Fußes mittels Röntgenbild genau analysiert. Mit Hilfe der Kernspintomographie (MRT) kann abgeschätzt werden, ob und wie weit die Peronealsehnen geschädigt sind.

Rehabilitation nach OP bei Hohlfuß

Bis zum Ausheilen der knöchernen Korrekturen vergehen in der Regel ca. 6 Wochen. Während dieser Zeit muss der Fuß entlastet werden. Danach kann die Belastung stufenweise gesteigert werden. Im Normalfall kann der Fuß nach 10 -12 Wochen voll belastet werden.

Wie wird ein Hohlfuß behandelt?

Leichte Hohlfüße können gut mit Einlagen behandelt werden, die durch eine Erhöhung des Fußaußenrandes den Fuß aus der Fehlstellung kippen. Um einer Überlastung des Fußaußenrandes vorzubeugen, gibt es effektive Übungen zur Stärkung der Fußmuskulatur.

Bei der Operation eines Hohlfußes wird die Rückfußfehlstellung am Fersenbein korrigiert, ggf. werden die Außenbänder verstärkt und der Muskelzug durch das Umlenken einzelner Sehnen am Fußaußenrand gekräftigt. 
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