Rückenzentrum Hamburg: Diagnostik, Therapie, Prävention

Das multimodale Therapieprogramm für chronifizierte Rückenschmerzpatienten

Ärztliche Betreuung

Der Arzt übernimmt in Abstimmung mit dem Behandlerteam die Therapiesteuerung. Vor Beginn der Behandlung klärt der Arzt, ob sich hinter den Rückenbeschwerden schwerwiegende Erkrankungen verbergen, die einer interdisziplinären Therapie entgegenstehen. Die meisten Erkrankungen, die in der Regel für chronische oder immer wiederkehrende akute Wirbelsäulenbeschwerden verantwortlich sind, lassen sich mit einer interdisziplinären Therapie sehr gut behandeln. Entscheidend ist, die Behandlung genau auf die individuelle Befundkonstellation hin abzustimmen. Treten Probleme auf, steht ein breites Spektrum der konservativorthopädischen Therapie zur Verfügung. Unser Schwerpunkt liegt jedoch weniger auf passiv-ärztlichen Anwendungen als vielmehr in der Anleitung zur Selbsthilfe.

Die ärztliche Betreuung nimmt eine Schlüsselrolle in der Abstimmung zwischen dem Patienten und seiner konkreten Alltags- und Arbeitsplatzsituation ein. Je nach der individuellen Situation unseres Patienten suchen wir gemeinsam mit dem Arbeitgeber bzw. dem Betriebsarzt langfristig tragfähige Lösungen für seinen beruflichen Alltag.

Ein weiterer wichtiger Teil der ärztlichen Tätigkeit ist die intensive Aufklärung unserer Patienten über die Grundlagen seiner Erkrankung. Die vermittelten Informationen umfassen u.a. anatomische und biomechanische Grundkenntnisse, die Aussagekraft von Röntgen- und Kernspinbefunden, den Umgang mit Schmerzmedikamenten, den Zusammenhang zwischen Belastung und Belastbarkeit sowie sozialmedizinische Aspekte bei Rückenerkrankungen. Die enge ärztliche Begleitung vermittelt den Patienten die notwendige Sicherheit und unterstützt den intensiven körperlichen Aufbau.

Physiotherapie

Die Schwerpunkte der physiotherapeutischen Angebote sind Koordinationsgymnastik und das alltags- und berufsspezifische Training.

Sie üben Ihre koordinativen Fähigkeiten spielerisch mit oder ohne Geräte, überwinden Bewegungsängste und ersetzen sie durch Freude an der Bewegung. Auf diese Weise erreichen Sie ein langfristig höheres Aktivitätsniveau in Beruf und Freizeit.

Hinter dem Begriff "Alltagstraining" (Work Hardening) verbirgt sich ein gezieltes Übungsprogramm, das unmittelbar auf die Anforderungen Ihres (Berufs-)Alltags ausgerichtet ist und so die Rückkehr in Ihren Alltag erleichtert.

Medizinische Trainingstherapie / Sporttherapie

Bewegungstraining und neuromuskulärer Aufbau haben in der Tagesklinik einen hohen Stellenwert. Trainiert wird einzeln oder in Kleingruppen nach neuesten wissenschaftlichen Methoden an Trainingsgeräten, die speziell die geschwächte Rumpfmuskulatur (Bauch, Rücken, Hals/Nacken) aufbauen. Neben dem Krafttraining bieten wir Beweglichkeits-, Koordinations- und Ausdauertraining an.

Wir zeigen unseren Patienten, wie sie ihren Leistungsstand erkennen und angemessen verbessern können. Für die Leistungsdiagnostik stehen differenzierte, computergestützte Geräte zur Funktionsanalyse der Halswirbelsäule sowie der Brust- und Lendenwirbelsäule zur Verfügung.

Psychologische Behandlung

Was haben Schmerz und Seele miteinander zu tun?
Aufgrund lang anhaltender oder beständig wiederkehrender Kreuzschmerzen berichten viele Betroffene über weitere negative Folgen, die sowohl körperlicher als auch psychischer oder psychosozialer Natur sein können:
  • Verunsicherung über die körperliche Leistungsfähigkeit
  • Angst vor bestimmten Bewegungen und einer Schmerzzunahme
  • Schon- und Vermeidungsverhalten
  • Niedergeschlagenheit
  • Gefühle der Hilflosigkeit
  • Resignation nach gescheiterten Behandlungsversuchen
  • Mangelndes eigenes Vermögen, selbst etwas gegen den Schmerz auszurichten
  • Rückzug von Freunden und Familie
  • Familien- und Partnerschaftsprobleme
  • starke Eingeschränktheit oder Aufgabe von Hobbies
  • Arbeitsunfähigkeit
  • Minderwertigkeitsgefühle
  • Zukunftssorgen etc.
So wie sich anhaltende Schmerzen auf Fühlen, Denken und Verhalten eines Menschen auswirken, beeinflussen die Gefühle, Gedanken und das Verhalten wiederum die Schmerzwahrnehmung: Je hilfloser sich ein Patient den Schmerzen ausgeliefert fühlt, desto bedrohlicher wird der Schmerz und umso stärker wird er erlebt. Aber auch andere negative Erlebnisse und Erfahrungen können sich ungünstig auswirken.

Die psychologische Behandlung im Rückenzentrum ist deshalb verhaltenstherapeutisch orientiert. Das bedeutet: Auf Grundlage dieser biopsychosozialen Zusammenhänge erkennen und erlernen Sie in unseren wirksamen Behandlungsprogrammen eigene Fähigkeiten, um das Schmerzgeschehen selbst zu beeinflussen.

Das vermittelte psychologische Handwerkszeug trägt maßgeblich zu einem Abbau des Schmerzgedächtnisses, einer Schmerzlinderung sowie einer Steigerung der Lebensqualität bei. Hierzu zählen z. B. ein effektives Entspannungsverfahren (Progressive Muskelentspannung nach Jacobson), Überwindung von Bewegungsangst und ein schrittweiser Aufbau sozialer und körperlicher Aktivitäten sowie ein verbessertes Stressmanagement.

Neben themenbezogenen Gruppengesprächen bieten wir auch Verhaltenstherapie und spezielle Schmerzpsychotherapie in Einzelgesprächen an.
Rückenzentrum Am Michel Tagesklinik
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20459 Hamburg
Tel .: (040) 413 623 - 519
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