Rückenzentrum Hamburg: Diagnostik, Therapie, Prävention
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Impingementsyndrom der Hüfte

Was ist ein Impingementsyndrom der Hüfte?

Schmerzen im Bereich der Leisten- und Hüftregion können Ausdruck zahlreicher verschiedener Erkrankungen sein und müssen nicht immer Symptom einer Arthrose des Hüftgelenkes sein. Bei jüngeren Erwachsenen kann auch ein Impingementsyndrom des Hüftgelenkes Ursache dieser Beschwerden sein. Die aus dem Englischen abgeleitete Bezeichnung Impingement beschreibt ein Zusammenstoßen bzw. Anstoßen zweier Abschnitte des Hüftgelenkes, des Oberschenkelknochens am Pfannenrand des Beckens.

Beim Impingementsyndrom des Hüftgelenkes werden zwei verschiedene Formen unterschieden. Beim sogenannten Nockenwellen Impingement (CAM) ist die Ursache für das Anstoßen eine Verdickung des Oberschenkelknochens. Beim sogenannten Beißzangen-Impingement (Pincer) ist die Pfanne des Hüftgelenkes tiefer ausgebildet oder mehr nach hinten ausgerichtet, sodass der Schenkelhals des Oberschenkelknochens am Pfannenrand anschlägt. Das Pincer-Impingement betrifft typischerweise Frauen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren, das CAM-Impingement betrifft hingegen häufiger junge sportliche Männer.

Welche Beschwerden macht das Impingementsyndrom der Hüfte?

Das Impingementsyndrom des Hüftgelenkes ist insbesondere gekennzeichnet durch tief sitzende Leistenschmerzen. Die Beschwerden werden beim Sport oder nach sportlicher Belastung verstärkt. Auch längeres tiefes Sitzen wird als unangenehm empfunden und kann die Beschwerden deutlich provozieren. Der Patient bemerkt eine Einschränkung der Beweglichkeit im Hüftgelenk. Die Schmerzen werden häufig als tiefsitzend und stechend empfunden.

Wie wird ein Hüftimpingement diagnostiziert?

Die Diagnostik des Impingementsyndromes erfordert viel Erfahrung, da Schmerzen in der Leisten- und Hüftregion durch zahlreiche andere Erkrankungen, z.B. auch durch Funktionsstörungen der Iliosakralgelenke, hervorgerufen werden können. In der klinischen Untersuchung kann ein spezieller Test den Hinweis auf ein Impingementsyndrom des Hüftgelenkes liefern. Entscheidend für die Diagnostik sind spezielle bildgebende Verfahren, insbesondere die Magnetresonanztomographie (MRT) der Hüftgelenke.

Was hilft bei einem Hüftimpingement?

Bei ausgeprägten Schmerzen muss das Hüftgelenk zunächst entlastet werden und die Schmerzen mithilfe von entzündungshemmenden Schmerzmitteln reduziert werden. Begleitend können physikalische Maßnahmen wie Wärme- und Kälteanwendungen oder auch Elektrotherapien eingesetzt werden. In der Physiotherapie wird zunächst mit mobilisierenden Techniken eine Entlastung erzielt. Sind die Schmerzen abgeklungen, kann mit einem Aufbautraining der Muskulatur zur Stabilisation des Hüftgelenkes begonnen werden.
Operativ kann in bestimmten Fällen über eine Spiegelung des Hüftgelenkes überschüssiges Gewebe entfernt und die Ursache der Beschwerden behoben werden. In anderen Fällen kommen auch größere operative Maßnahmen, wie eine Umstellungsoperation im Bereich des Beckens oder das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenkes, in Frage.
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