Rückenzentrum Hamburg: Diagnostik, Therapie, Prävention
Zurück zur Übersicht

Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans)

Was ist Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans)?

Die Spondylitis ankylosans oder besser bekannt als Morbus Bechterew ist eine Erkrankung aus dem rheumatologischen Formenkreis. Die chronisch entzündliche Erkrankung geht mit Schmerzen und Versteifungen von Gelenken einher. Betroffen sind besonders die Brust- und Lendenwirbelsäule sowie die Kreuz-Darmbeingelenke (ISG). Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung.

Wie macht sich Morbus Bechterew bemerkbar?

Bei Morbus Bechterew kommt es zu entzündlichen Veränderungen und einer langsam fortschreitenden Versteifung der betroffenen Gelenke. Typisch ist eine morgendliche Steifheit, welche sich im Laufe des Tages durch Bewegung bessert. Zudem kann es zu schmerzhaften Entzündungen von Sehnenansätzen wie etwa an der Plantaraponeurose (Sehnenplatte der Fußsohle) kommen. Der Krankheitsverlauf kann sehr unterschiedlich sein und von Symptomen wie leichten Schmerzen und einer morgendlichen Steifheit bis hin zu einer kompletten Einsteifung der Wirbelsäule reichen.

Wie wird Morbus Bechterew diagnostiziert?

Von den ersten Symptomen bis zum Erkennen des Morbus Bechterew vergehen oft viele Jahre. Neben den typischen Symptomen führen Blutuntersuchungen und Röntgenaufnahmen, auf denen sich die typischen Veränderungen  an den Kreuzdarmbeingelenken und an der Wirbelsäule zeigen, zu der Diagnose.

Wie wird Morbus Bechterew behandelt?

Morbus Bechterew wird mit  entzündungshemmenden Medikamenten wie zum Beispiel Diclofenac behandelt. Zudem können neuartige spezifische Medikamente, so genannte Biologicals, eingesetzt werden.

Besonders wichtig ist es, bei Morbus Bechterew durch Krankengymnastik, wie sie im Rückenzentrum Am Michel durchgeführt wird, die Beweglichkeit der Wirbelsäule und der peripheren Gelenke zu erhalten. Auch regelmäßiger Sport ist den Patienten zum Erhalt der Bewegungsfähigkeit anzuraten. Bei stark ausgeprägten Krankheitsverläufen mit massiven Fehlhaltungen besteht zudem die Möglichkeit, aufrichtende und versteifende Operation an der Wirbelsäule durchzuführen. Eine Operation kann auch nötig werden, wenn es zu Brüchen an der Wirbelsäule kommt, welche durch die verminderte Beweglichkeit in Folge der Erkrankung bedingt sein können.
Zurück zur Übersicht