Gesunde Knochen stehen auf Vorsorge!

Lesezeit: 3 Minuten

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Osteoporose und Knochenbrüche sind für Menschen ab dem 50. Lebensjahr ein ernst zu nehmendes Risiko.

Der Knochenstoffwechsel:
Während unseres gesamten Lebens produziert unser Körper Knochensubstanz. Dabei steuern die Sexualhormone Östrogen bei der Frau und Testosteron beim Mann die Bildung und die Wirkung der für den Knochenstoffwechsel notwendigen Hormone. Mit ihrer Hilfe baut sich fortwährend neues Knochengewebe auf und, damit der Knochen nicht ständig weiter wächst, altes wieder ab. Auf diese Weise behält ein Knochen seine für ihn typische Form und Funktion.
Osteoporose ist eine Knochenstoffwechselstörung.

Ab der Lebensmitte überwiegt – auch bei Gesunden – der langsame Rückgang von Skelettmasse.
Bei einer Osteoporose wird dieser Vorgang jedoch beschleunigt, die Abnahme der Knochenmasse geht über das natürliche Maß hinaus, die Knochen werden so porös, dass schon Bagatelltraumen zu Knochenbrüchen führen können.

Welche Risikofaktoren begünstigen eine Osteoporose?

  • Lebensalter: Absinken des Östrogenspiegels bei Frauen mit Beginn der Wechseljahre. Männer sind ebenfalls betroffen, allerdings sinkt der Testosteronspiegel im Alter eher langsam und insgesamt nicht so stark wie der weibliche Östrogenspiegel.
  • Familiäre Veranlagung
  • Mangelnde Bewegung
  • Ungesunde Ernährung
  • Starkes Unter- aber auch Übergewicht
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Raucher
  • Vorerkrankungen wie Diabetes, Rheuma oder Morbus Crohn
  • Regelmäßige Medikamenteneinnahme (z.B.Cortison)

Treffen mehrere dieser Risikofaktoren zusammen, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung.

Sie gehören zur Risikogruppe? Was können Sie tun?
Vorsorge durch Knochendichtemessung

Eine Knochendichtemessung, die sog. Osteodensitometrie, ist eine Art Gradmesser für den Knochenmineralgehalt, der auf eine Osteoporose hinweist. Gleichzeitig kann sie das Frakturrisiko bestimmen, denn die Beziehung zwischen Knochendichte und Oberschenkelhalsfraktur gilt als äußerst zuverlässig.

(DXA-Messung, Dual-X-Ray-Absoptiometry. Zu Deutsch: Doppel-Röntgen-Absorptionsmessung)
(DXA-Messung, Dual-X-Ray-Absoptiometry. Zu Deutsch: Doppel-Röntgen-Absorptionsmessung)

Die Messung ist eine strahlungsarme Röntgenmethode der Lendenwirbelsäule und der Hüftknochen, die nur wenige Minuten dauert.
Sofern ein Knochenbruch oder der Nachweis eines Risikos vorliegen und eine medikamentöse Behandlung bereits eingeleitet wurde, übernehmen die Krankenkassen die Kosten der Untersuchung.

Da aber der Abbau der Knochenmasse durch Osteoporose anfangs unbemerkt geschieht, kann jeder betroffen sein.
Wir empfehlen daher allen Frauen ab dem 50. Lebensjahr und allen Männern ab dem 60. Lebensjahr, eine Knochendichtemessung vornehmen zu lassen, um einem möglichen Risiko rechtzeitig entgegen wirken zu können.
Leider wird diese Vorsorgemaßnahme von den Krankenkassen bislang noch nicht unterstützt. Das mag ärgerlich sein, aber Ihre Knochen danken es Ihnen, wenn Sie sich ihr trotzdem unterziehen.
Die Kosten der Untersuchung betragen ca. € 50.

Vorsorge durch Bewegung

Körperliches Training spielt eine bedeutende Rolle beim Aufbau und Erhalt von Knochenmasse und für die Qualität der Knochen. Bei allen Bewegungen üben Muskelzug und Schwerkraft mechanische Reize auf die Knochen aus – am Knochen erfolgt quasi ein Ziehen und Zerren. Der Knochen reagiert auf diese Reize, indem der Knochenstoffwechsel angeregt wird und sich neue Knochenzellen bilden.

Sportlich aktive Menschen haben seltener eine Osteoporose.

Gezielte Bewegungsprogramme helfen daher, die Knochenstabilität zu verbessern und das durch den Knochenschwund erhöhte Risiko für Knochenbrüche zu verringern. Besonders geeignet ist eine Kombination aus Kraft-und Ausdauertraining: Durch das Muskeltraining entstehen größere Druck- und Zugbelastungen auf den Knochen als bei einem reinen Ausdauertraining. Das regt den Knochenstoffwechsel intensiv an. Die kombinierten Bewegungsprogramme fördern neben Kraft, Ausdauer und Gleichgewicht auch die Koordination (Sturzprophylaxe).

Eine speziell auf Osteoporose ausgerichtete Trainingstherapie bietet das Rückenzentrum Am Michel an:

Spezielle Trainingstherapie bei Osteoporose

Vorsorge durch Ernährung ¹)

Wie wir uns ernähren, hat ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf unsere Knochen. Dabei kommen Calcium und Magnesium, die wir im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung ausreichend zu uns nehmen, sowie Vitamin D eine herausragende Rolle zu. 

Eintypisches Bild im Norden: Häufig ist es bedeckt und die Sonne zeigt sich nicht.
Häufig zeigt sich die Sonne im Norden nicht.

Vitamin-D (diesem wichtigen Baustein haben wir einen extra-Beitrag gewidmet) hingegen kann unser Körper selbst herstellen – und zwar mithilfe der Sonne. Da sich jedoch die meisten von uns nur selten an der frischen Luft aufhalten, und der Vitamin-D-Wert daher häufig viel zu niedrig ist, sollte man ihn einmal bestimmen lassen und bei einer festgestellten Unterversorgung ein entsprechendes Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

Bewegung und Ernährung dienen nicht nur der Vorbeugung sondern sind auch ein wichtiger Bestandteil der Osteoporosebehandlung.

Weitere Informationen entnehmen Sie auch gern unserem Flyer Osteoporose

¹) Lesen Sie dazu auch unseren Blogbeitrag: Ernährung ist mehr als die Einnahme von Calcium.

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Autor: Carina Mallwitz

Redaktion Rückhalt I Der Blog vom Rückenzentrum

6 Gedanken zu „Gesunde Knochen stehen auf Vorsorge!“

  1. Gut zu wissen, dass man durch eine Knochendichtemessung Vorsorge leisten kann. Meine Arbeitskollegin hat Osteoporose und musste letztes Jahr zum Facharzt für Unfallchirurgie. Ich hoffe mit Ihren Tipps kann ich lange gesund bleiben.

  2. Gut zu wissen, dass sich Frauen ab 50 Jahren ihre Knochendichte messen lassen sollen. 50 € finde ich in Ordnung für solche Untersuchungen. Vorsorge ist auf jeden Fall wichtig! Ich bin seit Kurzem 50 Jahre alt und informiere mich zum Thema Gesundheit sehr gerne. Danke für den Beitrag!

  3. Ich finde die Vorstellung, dass die Skelettmasse ab der Lebensmitte zurückgeht, etwas gruselig. Kürzlich habe ich mir in Deutschlandsberg beim Toben mit den Kindern das Schlüsselbein gebrochen. Das wurde erst beim digitalen Röntgen festgestellt. Ich denke, Bewegung und Ernährung kann ich beeinflussen und werde mich zum Guten ändern.

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