Osteoporose – wenn die Knochen an Stabilität verlieren
Starke Knochen sind keine Selbstverständlichkeit. Osteoporose betrifft viele Menschen – kann heute aber frühzeitig erkannt und effektiv behandelt werden. Im Volksmund nennt man die Osteoporose Knochenschwund. Wir begleiten Sie von der fundierten Diagnose bis zur passenden Therapie. Nutzen Sie unser spezialisiertes medizinisches Angebot für Ihre Knochengesundheit.
Osteoporose entwickelt sich oft schleichend und bleibt lange unbemerkt – bis es zu einem Knochenbruch kommt. Dabei nimmt mit zunehmendem Alter die Stabilität der Knochen ab, weil Knochenabbau und Knochenaufbau nicht mehr im Gleichgewicht sind. Hormonelle Veränderungen, familiäre Veranlagung, Bewegungsmangel, Ernährung, bestimmte Erkrankungen oder Medikamente können diesen Prozess zusätzlich verstärken. Die Folge ist ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche, insbesondere an Wirbelsäule, Hüfte und Handgelenk.
Umso wichtiger ist es, persönliche Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen. Dazu zählen unter anderem frühere Knochenbrüche, Sturzneigung, chronische Erkrankungen oder eine langfristige Medikamenteneinnahme. Bei einem erhöhten Risiko empfehlen wir eine gezielte Basisdiagnostik Sie besteht aus der Anamnese mit Erfassung von Fraktur- Risikofaktoren, klinischer Befunderhebung, einer Knochendichtemessung, einem Basislabor sowie einer bildgebenden Diagnostik bei klinischen Hinweisen auf osteoporotische Wirbelkörperfrakturen. Ein ausführliches ärztliches Gespräch gehört selbstverständlich mit dazu. Die Basisdiagnostik können Sie in unserer Praxis für Orthopädie durchführen lassen.
Sollten Sie an einer Osteopenie (Vorstufe der Osteoporose) oder Osteoporose leiden, so besteht die Basistherapie unter anderem aus adäquater Zufuhr von Kalzium und Vitamin D und Bewegung, insbesondere Krafttraining. Darüber hinaus sollten modifizierbare Risikofaktoren (Alkoholkonsum, Rauchen) positiv beeinflusst werden.
Die vollständige Basisdiagnostik kann Besonderheiten in den Untersuchungsergebnissen aufdecken. Denn es kann sich manchmal nicht um eine primäre Osteoporose (altersbedingt) handeln, sondern um eine sekundäre Osteoporose. Diese Osteoporose-Form kann die Folge einer anderen Grunderkrankung oder der Einnahme bestimmter Medikamente sein und unterscheidet sich in der Therapie zur altersbedingten Osteoporose.
In diesem Fall kann evtl. eine Vorstellung in der osterlogischen Spezialsprechstunde bei Prof. Barvencik (UKE) im Rückenzentrum Am Michel oder bei anderen niedergelassenen Fachpraxen für Osteologie sinnvoll sein.
Die gute Nachricht:
Osteoporose lässt sich früh erkennen und wirksam behandeln
Ab einem Alter von 50 Jahren beziehungsweise bei Frauen ab der Menopause wird die Erfassung des individuellen Osteoporose-Risikos empfohlen.
Füllen Sie den Risikofragebogen aus und erhalten Sie direkt eine persönliche Einschätzung Ihres individuellen Risikos.
Risikofragebogen
Risikofragebogen
Risikofaktoren für die Entwicklung einer Osteoporose und damit Indikation zur Durchführung der Basisdiagnostik
2023 ist die überarbeitete Leitlinie zur Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose erschienen.
Die Osteoporose ist eine Erkrankung mit einem Missverhältnis aus Knochenabbau und Knochenaufbau. Verstärkt wird dieses Missverhältnis durch das Alter, den Hormonmangel im Alter, genetischen Faktoren, Ernährung, Bewegungsmangel und Umweltfaktoren. Die abnehmende Knochenmasse führt zu einer steigenden Frakturgefahr.
Die Identifikation von Risikofaktoren ist der erste wichtige Schritt.
Sollte sich daraus ein Risiko ergeben, so wird eine weiterführende Basisdiagnostik empfohlen.
Zu den Risikofaktoren gehören:
- Alter und Geschlecht
- Frakturvorgeschichte
- Sturzassoziierte Risikofaktoren
- bestimmte Erkrankungen
- Knochenrelevante Stoffwechselerkrankungen
- Chronisch entzündliche Erkrankungen
- bestimmte Medikamente
Zur Identifikation einer Risikokonstellation für die Entwicklung einer Osteoporose wurde der untenstehende Fragebogen zusammengestellt.
Bitte füllen Sie ihn vollständig aus. Direkt im Anschluss erhalten Sie ihre persönliche Risikoanalyse mit einer klaren Handlungsempfehlung. Sie haben im Anschluss die Möglichkeit den Bogen, wie auch ihr Ergebnis auszudrucken oder an unsere Praxis für Orthopädie weiterzuleiten.
Knochendichtemessung (DXA)
Funktionstestung
Basislabor
Ärztliche Befundbesprechung
Kosten der Basisdiagnostik
Kosten der Basisdiagnostik
Knochendichtemessung (DXA) mit schriftlichem Befundbericht: 77,47 €
Die Knochendichte-Messung ist keine Kassenleistung im Sinne einer Früh-Erkennungsmaßnahme und kann nur unter bestimmten Umständen von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden.
Funktionstestung: 52,29 €
Enthalten sind: Handkraftmessung, Chair rising Test, Tandem-Stand und Tandem-Gang.
Basislabor: 34,93 € – 129,02 €
In unserem hauseigenen Labor können wir folgende Werte bestimmen:
| Laborwert | Preis |
|---|---|
| S-Calcium | 2,68 € |
| S-Phosphat | 2,68 € |
| Alk. Phosphat | 2,68 € |
| γ-GT | 2,68 € |
| Creatinin | 2,68 € |
| S-Elektrophorese | 13,41 € |
| BB | 4,02 € |
| Summe | 30,48 € |
Die weiteren Werte, die für die Basisdiagnostik wichtig sind: BSG, CRP, TSH, S-Natrium und 25 Vit D(2) werden durch unser Labor Dr. von Froreich bestimmt. Die Laborkosten betragen hier zwischen 54,50 € und 94 €, abhängig von der Anzahl der zu bestimmenden Werte.
Selbstverständlich ist es möglich, dass Sie die benötigten Blutwerte zuvor bei Ihrem Hausarzt bestimmen lassen und mitbringen. Das Ergebnis sollte nicht älter als einen Monat sein.
Ärztliche Befundbesprechung: 99,21 €
Moderne Osteoporose-Therapie ist Teamarbeit
Interdisziplinarität schafft Sicherheit, individuelle Lösungen und bessere Behandlungsergebnisse. Anstelle einer Abfolge einzelner Versorgungsstationen bieten wir im Rückenzentrum Am Michel eine vernetzte Zusammenarbeit unserer verschiedenen Fachabteilungen, direkt und unter einem Dach.
Die Praxis für Orthopädie ist oftmals die erste Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten und übernimmt damit die zentrale Rolle in der medizinischen Diagnostik, Koordination und Indikationsstellung.
Unsere Physiotherapie übernimmt die funktionelle Umsetzung und sorgt damit für die langfristige Stabilisierung. Sie kann ein entscheidender Baustein in der Behandlung und Prävention von Osteoporose sein – und zwar weit über bloßes „Bewegen“ hinaus. Sie wird individuell auf Ihre Situation abgestimmt und unterstützt Sie dabei, aktiv etwas für Ihre Knochen- und Lebensqualität zu tun.
Die Psychotherapie kann bei der Diagnose Osteoporose eine wichtige, oft unterschätzte Unterstützung sein. Denn Osteoporose betrifft nicht nur die Knochen, sondern auch das Erleben, Denken und Handeln der Betroffenen. Eine psychotherapeutische Begleitung kann bei Vermeidung, Angst und Schmerzchronifizierung sehr sinnvoll sein.
(Kraft)raining ist eine der wirksamsten nicht-medikamentösen Maßnahmen zur Osteoporoseprävention. Entscheidend sind regelmäßige, knochenbelastende Reize, kombiniert mit Kraft-, Koordinations- und Gleichgewichtstraining.
Ein fachliches Netzwerk ist in der ganzheitlichen Therapie unverzichtbar. Deshalb bieten Prof. Dr. Michael Amling und Prof. Dr. Florian Barvencik aus dem Institut für Osteologie und Biomechanik des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (IOBM) regelmäßig eine Osteologie-Sprechstunde in unseren Räumlichkeiten an. Hier erhalten Sie weiterführende Unterstützung in der Bewertung ihrer Knochenfestigkeit (Osteopenie, Osteoporose) und ggf. auch Empfehlungen zur medikamentösen und funktionellen Behandlungsstrategien. Darüber hinaus gehören auch angeborene Knochenerkrankungen und zum Beispiel Ermüdungsfrakturen und Knochennekrosen zu ihrem Spezialgebiet.
Informieren Sie sich auch gern über das Thema Osteoporose und vieles mehr auf unserem Blog „Rückhalt. Hier gelangen Sie zum Blogartikel: “Wie Sie Ihre Knochendichte durch ein gezieltes Osteoporosetraining verbessern – Rückhalt“
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Osteoporosescreening und Sprechstunde
Ludwig-Erhard-Straße 18
20459 Hamburg
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