Fachbereich Orthopädie

Osteochondrose

Was ist eine Osteochondrose?

Eine Osteochondrose bezeichnet eine degenerative Veränderung an der Wirbelsäule. Aufgrund von Fehlbelastungen der Wirbelsäule kommt es zu Veränderungen am Knorpelgewebe/Bandscheibe (Chondro = Knorpel) und den Knochen/Wirbelkörper (Osteo = Knochen).

Die Abflachung der Bandscheiben ist ein normaler Alterungsprozess. Genetisch bedingt kann dieser eher oder später eintreten. Da Bandscheiben nicht durchblutet sind, werden sie durch die Aufnahme von Gewebeflüssigkeit (bei Entlastung) und das Auspressen von Gewebeflüssigkeit (Belastung) versorgt. Be- und Entlastung sind für eine gesunde Bandscheibe unerlässlich. Eine dauerhafte einseitige und/oder statische (immer gleichbleibende) Belastung der Bandscheibe führt zu einer schlechten Versorgungssituation und langfristig zu degenerativen Veränderungen (die Bandscheibe flacht ab). Unser Lebensalltag ist von statischen Belastungen bestimmt (z.B. sitzen, Autofahren, Kopfvorbeuge über dem Smartphone). Durch unseren statischen Lebensstil fördern wir die Bandscheibendegeneration. Hinzu kommen oft eine schlecht trainierte Haltemuskulatur und nicht optimale Bewegungsabläufe (Koordinationsstörungen). Auch Extrembelastungen (z.B. Extremsportarten) können zu entsprechenden Veränderungen führen. Vermindert sich der Abstand zwischen zwei Wirbelkörpern (Abflachung der Bandscheibe), führt dies zu einer verminderten Stabilität zwischen den beiden Wirbeln und zur Überlastung der kleinen Zwischenwirbelgelenke.  Werden diese nicht ausreichend muskulär gesichert, kommt es durch die Fehlbelastung zu Reaktionen des Knochens und zur Arthrosebildung (Gelenkverschleiß) in den Zwischenwirbelgelenken (Facettengelenksarthrose). Als Reparaturmechanismus versucht unser Skelettsystem den Wirbelsäulenabschnitt mit Hilfe von Knochensubstanz, die zwischen die beiden Wirbelköper einwächst, zu stabilisieren.  Im Röntgenbild sieht man die Abflachung des Bandscheibenraums, die Ausbildung von neuer Knochensubstanz und ggf. die Arthrose der Zwischenwirbelgelenke. Dieser Befund wird Osteochondrose genannt.

Wie macht sich eine Osteochondrose bemerkbar?

Die Osteochondrose ist ein schleichender Prozess. In der Regel ist dieser Befund ein Zufallsbefund im Röntgenbild oder MRT.  Ob die geklagten Rücken- oder Nackenschmerzen mit dem Befund der Osteochondrose zusammenhängen, kann anhand der Bilder allein nicht geklärt werden.  Die verminderte Stabilität zwischen zwei Wirbelkörpern (segmentale Instabilität) kann sich durch einen lokalen Rückenschmerz (insbesondere unter statischen Belastungen oder bei Extrembewegungen) bemerkbar machen. Arthrosen der Zwischenwirbelgelenke führen zu Schmerzen lokal im Rücken und mitunter zur Ausstrahlung in die Oberschenkel (Facettensyndrom). Durch die neu gebildete Knochensubstanz können der Wirbelkanal oder die Ausgänge der Nervenwurzel an der Wirbelsäule eingeengt werden (Spinalkanalstenose; Neuroforamenstenose). Die Spinalkanalstenose führt zu einer typischen Symptomatik. In Ruhe haben die Patienten keine oder wenig Schmerzen. Beim Gehen treten oft schon nach wenigen Metern Schmerzen in den Beinen auf. Hinzu kommen Ausfallerscheinungen wie Taubheitsgefühle oder Muskelschwäche (Claudicatio spinalis). Durch das nach vorne Beugen des Rumpfes und eine kurze Pause sind die Symptome meist schnell rückläufig. Auch bei der Neuroforamenstenose stehen die Beinschmerzen im Vordergrund. Die Differenzierung zwischen Schmerzen, die von den Veränderungen durch die Osteochondrose ausgehen oder eher aus der Muskulatur kommen (weit häufiger), ist schwierig und bedarf einer großen Erfahrung. Oft besteht auch eine Kombination aus beidem.

Wie wird eine Osteochondrose diagnostiziert?

Besteht aufgrund der Anamnese), der klinischen Untersuchung und der bildgebenden Diagnostik (Röntgen, MRT) der Verdacht, dass die Osteochondrose für die Schmerzen verantwortlich ist, können durch den Arzt diagnostische Injektionen durchgeführt werden. Durch diagnostische Injektionen an die Zwischenwirbelgelenke (Facetteninfiltrationen) kann differenziert werden, ob die Schmerzen aus diesen Gelenken kommen. Wichtig ist, dass die Injektionen unter Sicht (z.B. mit einem Röntgengerät) und mit einer kleinen Menge an Betäubungsmittel durchgeführt werden, da man ansonsten möglicherweise die falsche Struktur (z.B. Muskel) oder durch die große Menge an Betäubungsmittel gleich alle Strukturen (Gelenk, Muskel, Bindegewebe) betäubt werden. Dann ist eine Aussage über die Ursache natürlich nicht möglich.

Wie wird eine Osteochondrose behandelt?

Ist die Osteochondrose (mit)verantwortlich für den Schmerz, geht es in erster Linie um die Verbesserung der Wirbelsäulenstabilität. Zusammen mit Physio- und Trainingstherapeuten soll die Wirbelsäule dynamisch bewegt und die Muskulatur trainiert werden. Schmerzmittel und Injektionen können in einigen Fällen die Trainierbarkeit unterstützen.

Sind die Zwischenwirbelgelenke Verursacher der Schmerzen, können diese Gelenke denerviert werden, das heißt, die Schmerzfasern dieser Gelenke werden durch Hitze oder Kälte durchtrennt. Der Effekt kann bis zu 6 Monate anhalten, in denen die Muskulatur gekräftigt werden muss.

Besteht eine Instabilität, die durch ein intensives Training nicht ausreichend behoben werden kann, wird diese durch eine Stabilisierungsoperation stabilisiert (Spondylodese). Das ist aber nur die zweitbeste Möglichkeit! Um die weiteren Wirbelsäulenabschnitte zu schützen, ist ein weiteres Training nach der Operation unbedingt erforderlich. Eine operative Stabilisierung von 2 oder mehr Wirbelsäulenabschnitten ist skeptisch zu beurteilen. In jedem Fall sollte vor einer Operation eine zweite Meinung bei einem nicht operierenden Arzt eingeholt werden. Besteht eine Spinalkanalstenose mit einer Claudicatio spinalis (siehe oben), wird physio- und trainingstherapeutisch versucht, die Wirbelsäule aufzurichten (funktionelle Erweiterung des Wirbelkanals). Reicht dies nicht aus, kann der Wirbelsäulenkanal operativ erweitert werden. In der Regel führt die Operation zumindest für einige Zeit (1-2 Jahre) zu einer deutlichen Linderung der Symptome.

Wie schlimm ist eine Osteochondrose?

Die Osteochondrose ist ein normaler Alterungsprozess der Wirbelsäule, vergleichbar mit Falten im Gesicht. In den meisten Fällen ist sie ein Zufallsbefund ohne Bedeutung. In einigen Fällen kann die Osteochondrose zu Schmerzen führen. Das sollte durch einen erfahrenen Arzt abgeklärt werden.

Icon Orthopädie im Rahmen des 5. Bauabschnitts der Modernisierung im Rückenzentrum Am Michel Hamburg

5. Bauabschnitt:Dezember - Februar

Orthopädie
Eingang Ludwig-Erhard-Str. 18

Was verändern wir:

  • • Modernisierung der ärztlichen Behandlungsräume.
  • • Schaffung von zwei neuen Behandlungsräumen für die Orthopädie zur Erweiterung unserer Versorgungskapazitäten.
 

Was bedeutet das für Sie?

Während der Umbauphase kommt es zu folgenden organisatorischen Änderungen:

  • • Wird noch bekannt gegeben.

 

Gibt es Einschränkungen?

Falls es Einschränkungen geben sollte, werden Sie hier rechtzeitig informiert.

 

Information zum 4. Bauabschnitt (Oktober–Dezember) mit Einrichtung einer neuen KGG-Fläche und Erweiterung der Physiotherapie im Rückenzentrum Am Michel.

2. Bauabschnitt: Juni – August

KGG Fläche
Eingang Erste Brunnenstraße

Was verändern wir:

  • • Einrichtung eines neuen Gymnastikraums für Gruppen- und Bewegungstherapien
  • • Gestaltung eines neuen Raums für Alltagstraining im tagesklinischen Setting
  • • Schaffung Multifunktionsraum für Ausdauertraining und Seminareinheiten.
  • • Erweiterung des funktionellen Bereichs der Physiotherapie.

 

Was bedeutet das für Sie?

Während der Umbauphase kommt es zu folgenden organisatorischen Änderungen:

  • • Wird noch bekannt gegeben.

 

Gibt es Einschränkungen?

Falls es Einschränkungen geben sollte, werden Sie hier rechtzeitig informiert.

 

Information zum 3. Bauabschnitt (August–Oktober) mit Modernisierung der Physiotherapieräume im Rückenzentrum Am Michel.

4. Bauabschnitt: Oktober - Dezember

Physiotherapie

Was verändern wir:

  • • Modernisierung und Neugestaltung der Physiotherapieräume
  • • Sanierung der WC Einheiten.
  • • Gestaltung eines neuen, repräsentativen Wartebereiches.
  • • Schaffung eines modernen Seminarraums für Schulungen und Informationsveranstaltungen.

 

Was bedeutet das für Sie?

Während der Umbauphase kommt es zu folgenden organisatorischen Änderungen:

  • • Ein Teil der Physiotherapie findet auf unserer Ausweichfläche statt: Hochparterre, Eingang Erste Brunnenstraße 1.
  • Bitte informieren Sie sich während der Umbauzeit an unserem Zentralempfang, ob Ihre Therapieeinheit von der Raumverlegung betroffen ist.
  • • Die physikalische Therapie findet im neu geschaffenen Bereich statt.

Sämtliche Änderungen sind vor Ort entsprechend ausgeschildert.

Gibt es Einschränkungen?

Wir bemühen uns, die Einschränkungen für Sie so gering wie möglich zu halten:

  • • Der Aufenthaltsraum für die Tagesklinikpatientinnen und -patienten befindet sich übergangsweise im Bereich des neuen Zentralempfangs.
  • • Während des 3. Bauschnitts können die Neurac- und Skoliose-Therapie leider nicht stattfinden.
Icon für den Bereich Psychotherapie im Rahmen des 2. Bauabschnitts (Juni–August) der Modernisierung 2026 im Rückenzentrum Am Michel.

3. Bauabschnitt: August - Oktober

Physiotherapie, Psychologie, Tagesklinik, physikalische Therapie, Verwaltung und Empfang

Was verändern wir:

  • • Vergrößerung des Zentralempfangs mit Integration sämtlicher administrativen Einheiten - für die Steigerung der Servicequalität für unsere Patientinnen und Patienten.
  • • Erhöhung der Anzahl an Therapierräumen in der Psychologie inklusive umfassender Renovierung
  • • Schaffung eines neuen Bereiches für die physikalische Therapie (Wärme-, Kälte- und Stromtherapie)
  • • Integration der Arztassistenz in den neuen Empfangsbereich

Was bedeutet das für Sie?

Während der Umbauphase kommt es zu folgenden organisatorischen Änderungen:

  • • Unser Zentralempfang zieht in den hinteren Bereich (Zugang Erste Brunnenstraße 1) um.
  • • Ein Teil der Physiotherapie und Psychotherapie findet auf unserer Ausweichfläche statt: Hochparterre, Eingang Erste Brunnenstraße 1.
  • • Bitte informieren Sie sich während der Umbauzeit an unserem Zentralempfang, ob Ihre Therapieeinheit von der Raumverlegung betroffen ist.
  • • Programmeinheiten der Tagesklinik (Ausdauertraining und Work Hardening) finden auf der Eck-Trainingsfläche in der Ersten Brunnenstraße statt. Ihr Therapeutenteam informiert Sie über die jeweilige Raumveränderungen.
  • • Die physikalische Therapie findet wie gewohnt im hinteren Bereich der Ersten Brunnenstraße statt.

Sämtliche Veränderungen sind vor Ort entsprechend ausgeschildert.

Gibt es Einschränkungen?

Falls es Einschränkungen geben sollte, werden Sie hier rechtzeitig informiert.

Icon für den Bereich BackUp  im Rahmen des 1. Bauabschnitts (März-Mai) der Modernisierung 2026 im Rückenzentrum Am Michel.

1. Bauabschnitt: März - Mai

BackUp 2.OG

Information zu unserem Umbau

Liebe Patientinnen und Patienten,
liebe Kundinnen und Kunden,

der Abschluss unseres Umbaus verzögert sich leider weiterhin.

Trotz sorgfältiger Planung können die Arbeiten derzeit nicht wie ursprünglich vorgesehen fertiggestellt werden.

Im Verlauf des Bauprojekts sind Ausführungs- und Abstimmungsprobleme aufgetreten, deren Klärung und Behebung zusätzliche Zeit in Anspruch nehmen.

Dadurch kommt es zu Verzögerungen, die wir leider nicht selbst beeinflussen können.

Wir bedauern die dadurch entstehenden Unannehmlichkeiten sehr und bitten Sie herzlich um Ihr Verständnis und Ihre Geduld.

Gemeinsam mit allen Beteiligten arbeiten wir intensiv daran, die Fertigstellung schnellstmöglich voranzubringen.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen.

Ihr BackUp-Team

Was verändern wir:

  • • Zusammenlegung der gerätegestützten Therapie- und Präventionsmaßnahmen
  • • Verlegung der KGG-Fläche (Krankengymnastik am Gerät) vom 1. ins 2. OG
  • • Rückbau der Podeste für eine ebenerdige Trainingsfläche
  • • Erweiterung des Milon-Zirkels
  • • Neue Geräte für freies und funktionelles Training
  • • Renovierung der Sanitäranlagen

Was bedeutet das für Ihr Training?

Ihr Training wird ab dem 09.03. auf einer Ausweichfläche stattfinden: Hochparterre, Eingang Erste Brunnenstraße 1.

  • Am 09.03. können Sie ausschließlich an den Speziellen Wirbelsäulenmaschinen trainieren.
  • ab 10.03. Training wieder wie gewohnt im Milon-Zirkel mit dem vollständigen BackUp-Angebot
  • • Nach Fertigstellung des 1. Bauabschnitts finden auch die KGG-Einheiten ihren Platz im neu gestalteten BackUp-Bereich.
 

Gibt es Einschränkungen?

Wir bemühen uns, die Einschränkungen für Sie so gering wie möglich zu halten:

Geänderte Öffnungszeiten (07.03.–30.04.)

Mo.:  07:00–11:00 & 15:00–20:00 Uhr Di.:  12:30–20:00 Uhr Mi.:  07:00–20:00 Uhr Do.:  07:00–10:30 & 12:00–20:00 Uhr Fr.: 15:00–18:00 Uhr Sa.: 09:00-15:00 Uhr

Hinweise während der Umbauphase

  • • Kein Milontraining & keine Kraftanalysen am 09.03., 27.04. und 28.04. (technische Anbindung der Geräte) → Intensiv- und Einzeltraining finden uneingeschränkt statt
  • • Umkleiden und Duschen: Von montags bis freitags haben Sie die Möglichkeit, im 1. OG zu duschen. Samstags ist das 1. OG geschlossen, daher besteht an diesem Tag keine Duschmöglichkeit.
  • • Unsere Tagesklinikgruppen werden über Änderungen im Trainingssetting von ihren TherapeutInnen separat informiert.