Fachbereich Orthopädie

Ischialgie

Was ist eine Lumboischialgie?

Eine Lumboischialgie beschreibt die Ausbreitung eines Schmerzes (Algos= der Schmerz) im Rücken (lumbal) und im Bein (Ischialgie= entlang des Ischiasnerves). Etwas irreführend ist die Bezeichnung Ischialgie, da weder der Ischiasnerv ursächlich für die Schmerzen ist, noch der Schmerz im Versorgungsgebiet der Nerven auftreten muss.
Die Ursachen sind vielfältig. Am häufigsten sind Funktionsstörungen der Muskulatur (Verspannungen, Triggerpunkte) und/oder der Gelenke (z.B. Iliosakralgelenksblockierungen) für die Schmerzen verantwortlich. Funktionsstörungen des Bewegungssystems resultieren meist aus einer schlecht trainierten Muskulatur, Defiziten in der Koordination oder auch einer erhöhten Daueranspannung der Muskulatur, z.B. durch Dauerstress oder eine mangelnde Entspannungsfähigkeit. Insbesondere die Ischialgie kann auch durch eine Nervenirritation durch einen verspannten Muskel verursacht sein (z.B. Piriformissyndrom).

Ein Nerv kann auch durch einen Bandscheibenschaden oder einer Einengung des Neuroforamens (Foramen = Loch, durch das der Nerv die Wirbelsäule verlässt) verursacht werden. In der Regel bestehen zusätzlich zu den Schmerzen Ausfallerscheinungen (z.B. Taubheitsgefühle, Muskelabschwächung).

Wie wird eine Lumboischialgie diagnostiziert?

In den meisten Fällen kann ein Arzt  mit einer guten Befragung (Anamnese) und einer klinischen Untersuchung die Ursachen für die Schmerzen ermitteln. Nur wenn sich durch die Untersuchung Hinweise auf relevante Veränderungen an der Wirbelsäule ergeben, ist eine weitere Diagnostik, wie zum Beispiel MRT sinnvoll. Aufgrund der häufigen und harmlosen Zufallsbefunde in der bildgebenden Diagnostik (Röntgen, MRT, CT) ist eine entsprechende Diagnostik ohne vorherige ausführliche Untersuchung kontraproduktiv, da sie Arzt, Therapeut und Patient auf die falsche Fährte führt, unnötige Ängste verursacht und ggf. potentiell gefährliche Therapien provoziert.

Besteht ein chronischer Schmerz (Schmerzen länger als 6 Wochen, mehr als 3 Schmerzepisoden/Jahr oder 1-2 Schmerzepisoden/Jahr in 3 Jahren) oder lassen sich die Schmerzen durch die ärztlichen Untersuchungen nicht ausreichend erklären, ist eine multimodale interdisziplinäre Diagnostik (Diagnostik durch ein speziell ausgebildetes Team aus Ärzten, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten) notwendig.

Was hilft bei einer Lumboischialgie?

Bestehen keine Ausfallerscheinungen (z.B. Taubheit, Muskelabschwächung) sollten die täglichen Aktivitäten, ggf. mit Pausen, beibehalten werden (in Bewegung bleiben). Zusätzlich können einfache Schmerzmittel und Wärme helfen. Wer kann, sollte seine Funktionsstörungen des Bewegungssystems selber behandeln (z.B. Dehnung, Selbstmobilisation). Ein regelmäßiges selber „knacksen“ ist jedoch nicht sinnvoll.

Bestehen Ausfallerscheinungen oder lässt sich der Schmerz mit den oben genannten Maßnahmen nicht ausreichend lindern, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Wie wird eine Lumboischialgie behandelt?

Sind Funktionsstörungen des Bewegungssystems verantwortlich für die Lumboischialgie, werden diese entweder durch den Arzt oder einen Physiotherapeuten behandelt. Übungen zur Selbstbehandlung (z.B. Dehnung, Selbstmobilisation) sollten immer zusammen mit dem Patienten erarbeitet werden. Zur Vermeidung von erneuten Schmerzen (Rezidive) wird mit dem Patient ein Hausübungsprogramm zur Verbesserung der Bewegungskoordination, der Kraft und Kraftausdauerdefizite eingeübt.
Auch bei relevanten degenerativen Veränderungen an der Wirbelsäule ist das Training von Koordination und muskulärer Stabilisation das wichtigste Therapieelement.

Unterstützend, insbesondere beim Beinschmerz, kann zur besseren aktiven Behandelbarkeit eine medikamentöse Schmerztherapie, z.B. mit entzündungshemmenden Medikamenten (z.B. Ibuprofen), eingesetzt werden. Manchmal macht es Sinn, entzündungshemmende Medikamente direkt an die Wirbelsäule zu spritzen (z.B. peridurale Injektionen PDI, Periradikuläre Therapien PRT). Diese können vorübergehend die Schmerzen lindern und so die aktiven Therapien ermöglichen.

Bestehen nur geringfügige neurologische Ausfallerscheinungen (Taubheit, leichte Muskelschwäche), muss nicht sofort operiert werden. In den meisten Fällen gehen die Ausfallerscheinungen und die Schmerzen unter der konservativen Therapie zurück. Falls sich der Schmerz durch eine intensive konservative Therapie nicht ausreichend beeinflussen lässt oder schwere Ausfallerscheinungen bestehen, sollten die Befunde mit einem Wirbelsäulenchirurgen besprochen werden. Chirurgisch kann z.B. die vorgefallene Bandscheibe entfernt oder das Neuroforamen erweitert werden, um so den Nerven zu entlasten.

Icon Orthopädie im Rahmen des 5. Bauabschnitts der Modernisierung im Rückenzentrum Am Michel Hamburg

5. Bauabschnitt:Dezember - Februar

Orthopädie
Eingang Ludwig-Erhard-Str. 18

Was verändern wir:

  • • Modernisierung der ärztlichen Behandlungsräume.
  • • Schaffung von zwei neuen Behandlungsräumen für die Orthopädie zur Erweiterung unserer Versorgungskapazitäten.
 

Was bedeutet das für Sie?

Während der Umbauphase kommt es zu folgenden organisatorischen Änderungen:

  • • Wird noch bekannt gegeben.

 

Gibt es Einschränkungen?

Falls es Einschränkungen geben sollte, werden Sie hier rechtzeitig informiert.

 

Information zum 4. Bauabschnitt (Oktober–Dezember) mit Einrichtung einer neuen KGG-Fläche und Erweiterung der Physiotherapie im Rückenzentrum Am Michel.

2. Bauabschnitt: Juni – August

KGG Fläche
Eingang Erste Brunnenstraße

Was verändern wir:

  • • Einrichtung eines neuen Gymnastikraums für Gruppen- und Bewegungstherapien
  • • Gestaltung eines neuen Raums für Alltagstraining im tagesklinischen Setting
  • • Schaffung Multifunktionsraum für Ausdauertraining und Seminareinheiten.
  • • Erweiterung des funktionellen Bereichs der Physiotherapie.

 

Was bedeutet das für Sie?

Während der Umbauphase kommt es zu folgenden organisatorischen Änderungen:

  • • Wird noch bekannt gegeben.

 

Gibt es Einschränkungen?

Falls es Einschränkungen geben sollte, werden Sie hier rechtzeitig informiert.

 

Information zum 3. Bauabschnitt (August–Oktober) mit Modernisierung der Physiotherapieräume im Rückenzentrum Am Michel.

4. Bauabschnitt: Oktober - Dezember

Physiotherapie

Was verändern wir:

  • • Modernisierung und Neugestaltung der Physiotherapieräume
  • • Sanierung der WC Einheiten.
  • • Gestaltung eines neuen, repräsentativen Wartebereiches.
  • • Schaffung eines modernen Seminarraums für Schulungen und Informationsveranstaltungen.

 

Was bedeutet das für Sie?

Während der Umbauphase kommt es zu folgenden organisatorischen Änderungen:

  • • Ein Teil der Physiotherapie findet auf unserer Ausweichfläche statt: Hochparterre, Eingang Erste Brunnenstraße 1.
  • Bitte informieren Sie sich während der Umbauzeit an unserem Zentralempfang, ob Ihre Therapieeinheit von der Raumverlegung betroffen ist.
  • • Die physikalische Therapie findet im neu geschaffenen Bereich statt.

Sämtliche Änderungen sind vor Ort entsprechend ausgeschildert.

Gibt es Einschränkungen?

Wir bemühen uns, die Einschränkungen für Sie so gering wie möglich zu halten:

  • • Der Aufenthaltsraum für die Tagesklinikpatientinnen und -patienten befindet sich übergangsweise im Bereich des neuen Zentralempfangs.
  • • Während des 3. Bauschnitts können die Neurac- und Skoliose-Therapie leider nicht stattfinden.
Icon für den Bereich Psychotherapie im Rahmen des 2. Bauabschnitts (Juni–August) der Modernisierung 2026 im Rückenzentrum Am Michel.

3. Bauabschnitt: August - Oktober

Physiotherapie, Psychologie, Tagesklinik, physikalische Therapie, Verwaltung und Empfang

Was verändern wir:

  • • Vergrößerung des Zentralempfangs mit Integration sämtlicher administrativen Einheiten - für die Steigerung der Servicequalität für unsere Patientinnen und Patienten.
  • • Erhöhung der Anzahl an Therapierräumen in der Psychologie inklusive umfassender Renovierung
  • • Schaffung eines neuen Bereiches für die physikalische Therapie (Wärme-, Kälte- und Stromtherapie)
  • • Integration der Arztassistenz in den neuen Empfangsbereich

Was bedeutet das für Sie?

Während der Umbauphase kommt es zu folgenden organisatorischen Änderungen:

  • • Unser Zentralempfang zieht in den hinteren Bereich (Zugang Erste Brunnenstraße 1) um.
  • • Ein Teil der Physiotherapie und Psychotherapie findet auf unserer Ausweichfläche statt: Hochparterre, Eingang Erste Brunnenstraße 1.
  • • Bitte informieren Sie sich während der Umbauzeit an unserem Zentralempfang, ob Ihre Therapieeinheit von der Raumverlegung betroffen ist.
  • • Programmeinheiten der Tagesklinik (Ausdauertraining und Work Hardening) finden auf der Eck-Trainingsfläche in der Ersten Brunnenstraße statt. Ihr Therapeutenteam informiert Sie über die jeweilige Raumveränderungen.
  • • Die physikalische Therapie findet wie gewohnt im hinteren Bereich der Ersten Brunnenstraße statt.

Sämtliche Veränderungen sind vor Ort entsprechend ausgeschildert.

Gibt es Einschränkungen?

Falls es Einschränkungen geben sollte, werden Sie hier rechtzeitig informiert.

Icon für den Bereich BackUp  im Rahmen des 1. Bauabschnitts (März-Mai) der Modernisierung 2026 im Rückenzentrum Am Michel.

1. Bauabschnitt: März - Mai

BackUp 2.OG

Was verändern wir:

  • • Zusammenlegung der gerätegestützten Therapie- und Präventionsmaßnahmen
  • • Verlegung der KGG-Fläche (Krankengymnastik am Gerät) vom 1. ins 2. OG
  • • Rückbau der Podeste für eine ebenerdige Trainingsfläche
  • • Erweiterung des Milon-Zirkels
  • • Neue Geräte für freies und funktionelles Training
  • • Renovierung der Sanitäranlagen

Was bedeutet das für Ihr Training?

Ihr Training wird ab dem 09.03. auf einer Ausweichfläche stattfinden: Hochparterre, Eingang Erste Brunnenstraße 1.

  • Am 09.03. können Sie ausschließlich an den Speziellen Wirbelsäulenmaschinen trainieren.
  • ab 10.03. Training wieder wie gewohnt im Milon-Zirkel mit dem vollständigen BackUp-Angebot
  • • Nach Fertigstellung des 1. Bauabschnitts finden auch die KGG-Einheiten ihren Platz im neu gestalteten BackUp-Bereich.
 

Gibt es Einschränkungen?

Wir bemühen uns, die Einschränkungen für Sie so gering wie möglich zu halten:

Geänderte Öffnungszeiten (07.03.–30.04.)

Mo.:  07:00–11:00 & 15:00–20:00 Uhr Di.:  12:30–20:00 Uhr Mi.:  07:00–20:00 Uhr Do.:  07:00–10:30 & 12:00–20:00 Uhr Fr.: 15:00–18:00 Uhr Sa.: 09:00-15:00 Uhr

Hinweise während der Umbauphase

  • • Kein Milontraining & keine Kraftanalysen am 09.03., 27.04. und 28.04. (technische Anbindung der Geräte) → Intensiv- und Einzeltraining finden uneingeschränkt statt
  • • Umkleiden und Duschen: Von montags bis freitags haben Sie die Möglichkeit, im 1. OG zu duschen. Samstags ist das 1. OG geschlossen, daher besteht an diesem Tag keine Duschmöglichkeit.
  • • Unsere Tagesklinikgruppen werden über Änderungen im Trainingssetting von ihren TherapeutInnen separat informiert.