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Hexenschuss (akute Lumbalgie)

Was ist ein Hexenschuss?

Der Hexenschuss (akute Lumbalgie) beschreibt einen plötzlich einschießenden Schmerz im Bereich der Lendenwirbelsäule in Verbindung mit einer Bewegungseinschränkung bis hin zu Bewegungsunfähigkeit und einer ausgeprägten muskulären Verkrampfung. Lumbalgie oder auch Lumbago bedeutet lediglich Schmerz im unteren Rücken. Eine Fortleitung der Schmerzen in die Beine als Hinweis auf eine Irritation oder Schädigung von Nerven gehört nicht dazu. Es wird also der Kreuzschmerz (Lumbalgie) von dem nervenbezogenen Beinschmerz (Ischialgie, Femoralgie) streng getrennt. 

Der Hexenschuss (Lumbalgie) geht mit einer Bewegungseinschränkung und einer muskulären Verspannung einher. Es ist meist harmlos und vergeht ohne eine Behandlung. Häufig tritt er im Rahmen einer schnellen muskulären Abkühlung oder bei ruckartigen Bewegungen auf. Typisch sind Patientenberichte wie „Ich habe nach dem Tennis-Match noch mit nassem Rücken mein Bier auf der Terrasse getrunken und bin dabei kalt geworden“ oder „Bei einer unglücklichen Bewegung schoss es mir in den Rücken und ich konnte mich nicht mehr aufrichten“. In beiden Fällen liegt eine Kombination aus Gelenkfunktionsstörung mit reduzierter Bewegungsfähigkeit und deutlicher muskulärer Verspannung vor. 

Was kann man tun bei Hexenschuss?

Wichtig ist, möglichst schnell die Beweglichkeit wiederzuerlangen und die verspannte Muskulatur zur Entspannung zu bringen. Alle Mittel sind recht – jegliche Form der Bewegung, die gut tut, und jegliche Form von Wärmeanwendung, die zur Entspannung führt. Der Arzt wird über die Harmlosigkeit von Hexenschüssen informieren und zur Bewegung raten, bei sehr großen Schmerzen eine Schmerzlinderung, zum Beispiel durch Schmerzmedikamente, einleiten. 

Wer einem Hexenschuss vorbeugen möchte, sollte die häufig zugrunde liegende funktionelle Instabilität angehen, also die muskulären Stabilisationsmechanismen verbessern. 

Lesen Sie dazu auch die Tipps in unserem Blogartikel:
Hexenschuss – was tun?

 

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