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Praxis für Orthopädie

Osteopathie
Osteopathie und Orthopädie


Osteopathie hilft Ihnen, sich selbst zu heilen. Das Grundprinzip der Osteopathie ist, die Selbstheilungskräfte des Patienten zu aktivieren, indem relevante Funktionsstörungen beseitigt werden.
Osteopathie hilft bei vielen orthopädischen Erkrankungen, als Haupttherapieform oder als zusätzliche Behandlungsmethode.

Auf der Suche nach dem Krankheitsauslöser untersucht und behandelt der osteopathische Arzt stets den gesamten Körper des Patienten und betrachtet ebenso das Umfeld, denn der Mensch ist mehr als die Summe seiner Einzelteile. Alle Strukturen des Körpers und die Psyche stehen miteinander in Verbindung. Nur wenn alle Strukturen mit ihren spezifischen Funktionen harmonisch zusammenwirken, kann der Körper optimal und uneingeschränkt funktionieren.

Wichtigstes Heilmittel in der Osteopathie sind die geschulten Hände, die Funktionsstörungen sicher ertasten können und mittels spezieller Techniken die gestörten Strukturen zu ihrer natürlichen Beweglichkeit zurückführen. Zum Einsatz kommen u.a. Weichteiltechniken, Mobilisationen, Manipulationen, neuromuskuläre, viszerale und kraniosakrale Techniken.

Ärztliche Osteopathie


Der Begriff „Osteopathie“ ist in Deutschland nicht gesetzlich geschützt. Osteopathie wird in Deutschland von Ärzten, Heilpraktikern und Physiotherapeuten ausgeübt. Voraussetzung für eine gute Behandlung ist eine fundierte mehrjährige Ausbildung. Man sollte sich an einen Therapeuten halten, der bereitwillig Auskunft über seinen Ausbildungsweg gibt und über ein anerkanntes Diplom verfügt. Die Deutsch-Amerikanische Akademie für Osteopathie bildet Ärzte mehrjährig in Zusammenarbeit mit Lehrern des „College of osteopathic medicine“ Philadelphia aus. Nach Absolvierung eines Grund- und Aufbauprogramms wird ein „Diplom Osteopathische Medizin“ verliehen, das in Deutschland anerkannt ist. Weitere Informationen unter www. DAAO.info.

Frau Dr. Jutta Heinz, Fachärztin Orthopädie und Unfallchirurgie, hat die Diplomausbildung der DAAO absolviert und ist mit ihren Weiterbildungen im Bereich CMD und Osteopathie im kranialen Feld über die FOMT, DAAO und OSD hochqualifiziert für die osteopathische Diagnostik und Behandlung.

Indikationen zur osteopathischen Behandlung


Pauschale Vorgaben, bei welchen Krankheitsbildern eine osteopathische Behandlung erfolgen kann, gibt es nicht. Osteopathie kann bei fast allen Störungen des Organismus helfen.
Im Rückenzentrum Am Michel wird eine osteopathische Behandlung bei folgenden Indikationen angeboten:

  • Akute und chronische Schmerzen des Bewegungssystems (z.B. Bandscheibenvorfall)
  • Vor- und Nachbehandlung von Operationen
  • funktionelle Beeinträchtigungen von Gelenken (z.B. Kiefer oder Fuß) und Geweben (z.B. Nervenbahnen)
  • lymphatische Störungen (z.B. Ödeme)
  • Störungen nach Verletzungen und Operationen (z.B. CRPS)
  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Tinnitus
  • Hörsturz
  • neurologische Störungen (z.B. Nachbehandlung nach Schlaganfall
  • Verdauungsstörungen
  • funktionelle organische Beeinträchtigungen (z.B. Magen-Darm-Beschwerden, Herz-Rhythmusstörungen)

 

Osteopathie und Zahnmedizin


Die Behandlung der Craniomandibulären Dysfunktion

Die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) ist eine Fehlregulation der Muskel- oder Gelenkfunktion des Kiefergelenks.

Das Kiefergelenk nimmt In unserem Körper eine Sonderstellung ein. Während die meisten Gelenke des Körpers über einen Kapsel-Band-Apparat geführt werden, werden die Kiefergelenke über die Okklusion geführt. Die Okklusion bezeichnet den Kontakt unserer Zähne untereinander. Somit werden beide Kiefergelenke über die härteste Substanz in unserem Körper geführt, unsere Zähne. Eine weitere Besonderheit haben unsere Kiefergelenke noch: Sie müssen immer zusammen funktionieren.

Die CMD kann vielfältige Symptome auslösen, wie z.B. Schwindel, Rückenschmerzen, Schmerzen in der Halswirbelsäule und im Nackenbereich, Kieferschmerzen etc.

Es gibt viele unterschiedliche Ursachen für eine CMD: angeborene Fehlstellungen, Unfälle, Veränderungen der Okklusion (Bisslage) z.B. durch Zahnersatz oder kieferorthopädische Behandlungen.
Häufig wird eine CMD durch Zähneknirschen (Bruxismus) begünstigt. Viele Menschen reiben oder pressen nachts ihre Zähne gegeneinander, dies ist oft stressbedingt. Am nächsten Tag schmerzen Gesicht und Kiefer, der Nacken fühlt sich verspannt an, es können Kopfschmerzen auftreten. Diese Menschen haben zudem oft Schlafstörungen. Bruxismus ist jedoch nicht nur ein nächtliches Phänomen, es kann auch tagsüber auftreten. Bruxismus schleift die Zähne und den Zahnschmelz ab, so dass die Zähne nicht mehr richtig miteinander verzahnen. Diese Fehlstellung wird auch als Okklusionsstörung bezeichnet.

Was hat die CMD mit dem Rücken zu tun?


Evolutionär bedingt ist der Kiefer muskulär und nervlich sehr eng mit der Wirbelsäule verbunden. Schädel, Kiefer und Wirbelsäule beeinflussen sich gegenseitig. Somit können sich Probleme an den Zähnen über den Rücken auf den ganzen Körper auswirken. Ebenso ist es möglich, dass eine CMD durch eine andere Fehlstellung des Körpers entstehen kann, z.B. Rückenbeschwerden, Hüft- oder Beckenschiefstände bzw. Fehlstellungen und Bewegungseinschränkungen der Sprunggelenke und Füße. So können z.B. Verletzungen dazu führen, dass der Körper aus dem Lot gerät und entsprechend auch die Kiefergelenke nicht mehr so stehen wie sie sollten.

Osteopathische Behandlung der CMD


Je nach Ausprägung der CMD kann es sinnvoll sein, dass der behandelnde Zahnarzt mit einem Osteopathen zusammenarbeitet. Dem Zahnarzt ist es lediglich möglich, die Okklusion zu korrigieren und dadurch eine Entspannung der Kau-, Kopf-, Nacken- und Rückenmuskulatur erreichen. Doch oft ist die Schädigung sehr groß und lange vorhanden, so dass die unterstützende Behandlung durch einen Osteopathen sehr hilfreich ist.

Die osteopathische Behandlung sollte vor der zahnärztlichen CMD-Therapie beginnen und ergänzend weitergeführt werden. Allein dadurch kann es schon zu einer Veränderung der Kiefergelenksstellung kommen und eine Entspannung eintreten. Im weiteren Verlauf ist eine enge Abstimmung der Therapie zwischen Zahnarzt und Osteopath wichtig. Nur so kann ein langfristiger Behandlungserfolg gewährleistet werden. Ob im Zweifelsfall weitere Fachrichtungen, wie z.B. die Physiotherapie, Logopädie, Psychotherapie, Augenarzt oder Sporttherapeuten beteiligt werden müssen. ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Wesentlich ist jedoch, dass alle beteiligten Therapeuten bei der Behandlung im engen Austausch miteinander stehen.

Im Therapieverlauf kann es u.a. durch die osteopathische Therapie, aber auch durch Verhaltensänderungen seitens des Patienten, zu Veränderungen in der Kiefer- und Zahnstellung sowie im Aufbiss kommen, so dass ggf. eine erneute Anpassung der zahnärztlichen Therapie nötig wird, was zu Folgekosten führen kann.

Schädliche Nebenwirkungen entstehen bei qualifizierter osteopathischer Behandlung nicht, dennoch kann es zu einer sogenannten Erstverschlechterung kommen, bei der der Körper zunächst aus seinem gewohnten Gleichgewicht heraustritt, um durch neurophysiologische Reflexe ein neues Gleichgewicht zu finden.

Außerdem kann es bei einer osteopathischen Behandlung im Kieferbereich zu vegetativen Symptomen wie Zittern, Schweißausbrüche oder Übelkeit kommen, da der Kieferbereich eng mit unserem vegetativen Nervensystem verknüpft ist.

Kostenübernahme durch Krankenversicherungen


Die Osteopathie ist eine fest etablierte und anerkannte Therapieform, wird allerdings zur Alternativen Medizin gezählt und daher von den gesetzlichen Krankenversicherungen nicht voll erstattet. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, welchen Kostenanteil die Versicherung übernimmt.

Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten entsprechend dem Versicherungstarif.

Praxis für Orthopädie
Dr. med. J. Mallwitz
Ludwig-Erhard-Straße 18
20459 Hamburg

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Fax +49 (0) 40 / 413 623 - 535
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